Unsere Kirche

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Kirche Müllheim

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Theologische Betrachtungen zur Evangelischen Kirche Müllheim
von Pfr. Heinz Egger, zur Einweihung der erneuerten evangelischen Kirche, 23. April 1978.

Nun erstrahlt sie in neuer Schönheit, unsere alte Dorfkirche. Am Sonntag, der seit alters den Namen «Cantate» trägt - d.h. «singet!» -, soll sie in festlichem Gottesdienst eingeweiht werden, zugleich im Gedenken an ihre über 700jährige Vergangenheit. Der würdige und zugleich heitere Raum soll aufs neue Gott zum Eigentum übergeben und in Seinen Dienst gestellt werden, als Ort der Verherrlichung Gottes, der Verkündigung der Botschaft Christi und der Feier Seiner Sakramente. Dies bedeutet nicht bloß, daß wir die erneuerte Kirche wieder in Gebrauch nehmen. Wir handeln nach dem Wort des reformierten Kirchenvaters Heinrich Bullinger, des Nachfolgers Zwinglis zu Zürich, der in seinem «Helvetischen Bekenntnis» 1566 schreibt: «Weihen heißt, ein Ding Gott widmen zum heiligen Gebrauch und vom gewöhnlichen absondern.»

Gewiß, jeder Ort auf dieser Welt und jede Zeit des Lebens kann zur Begegnung mit Gott werden, denn «die Erde ist des Herrn und was darinnen ist, der Erdboden und was darauf wohnt.» Doch ist es recht und heilsam, daß es sozusagen ausgesparte Orte gibt, Stätten der Stille und der gemeinsamen Einkehr, wo der heillose Mensch liebevoll in die Gemeinschaft des Gottesvolkes hineingenommen und vor das Letzte, in die Gegenwart des menschgewordenen Gottes, geführt wird. Dieses Hin~ einnehmen und Hinführen soll geschehen mit den besten Mitteln der menschlichen Ausdrucksfähigkeit: «Wie schön sind deine Wohnungen, Herr!» Ein solcher Ort des Heils ist unsere Kirche - das Wort «Kirche,> kommt vom griechischen Ausdruck «kyriake oikia», d. h. «dem Herrn zugehöriges Haus». Leicht möge es unsere Kirche den Besuchern machen, Gottes Angesicht, das uns freundlich zugewandt ist, zu suchen und zu finden!

Wir kommen von Westen her, wenn wir unser Gotteshaus betreten. Wir stammen vom «Abend», aus der Welt des Vergänglichen, wo alles einmal untergehen muß, und auch wir selber. Gemeinsam schreiten wir im Mittelgang nach Osten, dem Licht des Morgens entgegen, der Auferstehung. Christus sagt uns: «Ich lebe, und ihr sollt auch leben!»

Unterwegs verweilen wir miteinander. So wie wir uns im .Schiff auf die Bänke zueinander setzen, so haben wir es im Leben allezeit nach Gottes Willen miteinander zu tun. Miteinander werden wir gebessert und gestärkt durch das heilsame Gotteswort. Vor der Turmwand erinnert uns der Taufstein daran, daß wir durch die heilige Taufe unserem rechtmäßigen Herrn in die Hand gegeben sind und also Ihm den Gehorsam und einander unseren Dienst schulden. Die edle Kanzel links vor dem Chor ruft uns ins Herz, daß der Mensch leben kann nicht allein vom Brot, vom Ertrag seiner Arbeit, sondern von dem Wort, das aus Gottes Munde geht.

Vor uns öffnet sich der Chor, die innerste Stube der Kirche, in der die Familie an den Tisch des Herrn geladen ist. Der große Leuchter versichert uns dessen, daß «das Licht scheint in der Finsternis» - «mache dich auf, werde licht, denn dein Licht kommt!» Der Chor lebendiger Menschenstimmen nimmt uns in Schönheit hinein in die Anbetung und Gottesverherrlichung aller Zeiten, «wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und ewig».

Hier lädt uns der prächtige Gottestisch ein. Er ist gedeckt mit dem Wort der Heiligen Schrift; eine große, kunstvoll gebundene Bibel liegt darauf: «Dein Wort soll meine Speise sein.» Und dann wird uns hier das Brot des Lebens und der Kelch des Heils ausgeteilt: der Heiland selber schenkt sich uns mit seinen Zeichen.

Zu Christus bringen wir das Brot, das ist unsere Mühe und Arbeit, und den Wein, das ist unsere Freude und Freizeit - wir bringen Ihm damit uns selber dar, was wir sind und haben. Im Symbol unserer armseligen Gaben nimmt Er uns selber an und segnet uns zu Werkzeugen. Er verbindet uns zur Festgemeinschaft mit sich und untereinander. Einen Vorgeschmack sollen wir erleben jenes ewigen Festes, des himmlischen Gastmahles: „la joie du ciel sur la terre“, wie ein welscher Gelehrter sagt. Unsere Kirche wird uns helfen, das selige Geheimnis des Abendmahls zu erfahren: Wegzehrung für unsere Reise, Siegel der Versöhnung, Medizin der Unsterblichkeit.

Die schmiedeeisernen Ständer des Abendmahlstisches, an den Ecken stützend aufgewölbt, gemahnen an die «Hörner des Altars» im Alten Testament. Ja, wir gehören zu dem Volk des Alten und des Neuen Bundes, zu der Schar, die sich Gott zu allen Zeiten aus der ganzen Menschheit sammelt. Wir sind miteinander unterwegs durch die Zeiten zum versprochenen Kanaan hin.

So ist das Kirchengebäude gleichsam umbauter Glaube, umbauter Gottesdienst. Die Kirche ist der Rastplatz am Wegrand des Lebens. Hier dürfen wir Halt machen und uns niederlassen, um innezuhalten, um die Richtung unserer Reise zu bestimmen, um uns für die nächsten Schritte zu stärken.

Und dann: «Geht mit dem Segen des Herrn!» Was ihr hier gehört, geschaut, bedacht, gefeiert habt, bewährt es tapfer und fröhlich im Alltag. Dazu seid ihr gesegnet und gesandt.

Pfr. Heinz Egger
Aus: 700 Jahre Kirche St.Verena Müllheim, Festschrift

Zur Baugeschichte der Verenenkirche Müllheim
Von Architekt J. Ganz, 1978.

Nachrichten zur Baugeschichte eines alten Gotteshauses, wie dies die Kirche Müllheim ohne Zweifel darstellt, stammen nicht nur aus Schriften. Auch Mauern, Verputze, Malreste, Holzteile, scheinbar unscheinbare Details können zu aussagekräftigen Urkunden der Baugeschichte werden und die schriftlichen Quellen erst verständlich machen. Alle Hinweise und Funde zusammen ergeben oft ein spannendes Geschichtsbuch, das weit über die eigentliche Baugeschichte hinaus das Leben einer Gemeinde in früheren Jahrhunderten widerspiegelt.

Zur Kirche Müllheim, dies muß hier mit Bedauern festgestellt werden, flossen die Nachrichten spärlich. Einer Anzahl schriftlicher Hinweise steht das Schweigen des Baues gegenüber. Dadurch ist die Interpretation der Schriftquellen erschwert. Der Grund dieser Einseitigkeit ist leicht zu erkennen: Aus finanziellen Gründen wurde auf eine Ausgrabung in der Kirche und die Außenrenovation verzichtet. Im Innern ergab die Wanduntersuchung keine sensationellen Funde, wie dies in Märstetten oder Hagenwil der Fall war mit den kürzlich entdeckten Darstellungen eines Jüngsten Gerichtes. Die unterste Putzschicht haftete noch so gut, daß sie nicht abgeschlagen werden mußte. Dadurch behalten die Mauern weiterhin das Geheimnis ihrer Entstehungsgeschichte für sich, und wir bleiben auch in Zukunft in vielem auf Vermutungen angewiesen.

Ihre heutige Form erhielten die Kirchen Kirchberg-Thundorf 1484, Birwinken 1485, Märstetten 1487, Gachnang und Hagenwil 1493 oder Wigoltingen 1504, um nur einige wenige zu nennen. Auffallend an diesen Bauten ist das einfache, nicht unterteilte Schiff und der eingezogene polygonal geschlossene Chor, dem ein Turm zur Seite gestellt ist. Diesem Typus der spätgotischen Landkirche gehört auch die Kirche Müllheim an, und es darf als sicher gelten, daß der heutige Bau dem spätgotischen entspricht. Mit anderen Worten: Die Kirche Müllheim muß in der bestehenden Form nach 1473 erbaut worden sein und ist damit runde 500 Jahre alt.

Nach der Reformation und während des Wachstums und der Festigung des paritätischen Verhältnisses scheint am Kirchengebäude nichts verändert worden zu sein. Erst aus der Mitte des 18. Jahrhunderts sind bauliche Maßnahmen überliefert: 1749 wurde beschlossen, eine Empore einzubauen. Am 22. Juni 1756 beschrieb der bischöfliche Baumeister in Meersburg die «nun schon 285 Jahre alte Kirche», gab ihre Maße an, die in etwa den heutigen entsprechen, und leitete damit eine größere Renovation ein. Drei Jahre später wurden auf Grund eines Vertrages mit Baumeister Jakob Fisch aus Roggwil, der auch die Kirche Roggwil gebaut hat, folgende Arbeiten ausgeführt:

1. Renovation 1759: der Boden um 2 Stufen gehoben; die Mauern erhöht und auf jeder Schiffseite drei (größere) Fenster eingebaut; dem Bau ein gewölbter Dachstuhl aufgesetzt; neue Bänke «und zwar durchaus mit Lehnen, so komod als möglich eingerichtet»; Kanzel in die Nordecke versetzt. In die umgestaltete Kirche spendete der Fürstbischof von Konstanz, Kardinal Franz Conrad Freiherr von Rodt zu Bußmannshausen einen neuen Altar, der von keinem geringeren als Joseph Anton Feuchtmayr geschaffen wurde. Von diesem Altar haben sich wenigstens zwei Figuren erhalten. 1764, 1806 und 1837 waren Reparaturen am Kirchturm notwendig, den bis 1863 ein Käsbissen deckte. Der neue Turmhelm wurde von Architekt Albrecht entworfen.

Erwähnenswert ist ferner die zweite Renovation von 1901, bei der Architekt Brenner aus Frauenfeld die Kirche um ca. 5 Meter nach Westen verlängerte, eine neue Empore einbaute, eine Sakristei an die Nordseite des Chores stellte, das Schiff mit einem Brusttäfer versah und die erste Heizung einbaute. Unterhaltsarbeiten und die zahlreichen Kleidwechsel im letzten und in unserem Jahrhundert sollen hier nicht einzeln aufgeführt werden.

Hingegen ist der Befund der Wanduntersuchung von einigem Interesse. Dem Untersuchungsbericht von Restaurator E. Höhn vom 1. Juni 1977 ist zu entnehmen:

Im Chor und Schiff konnten 4 Putzschichten und ein dünner Gipsüberzug festgestellt werden. Der jüngste Putz trägt zwei Dekorationsmalereien aus diesem J ahrhundert. Eine ältere Schicht ist ein weißer Gipsüberzug mit Stuckrahmen um die Fenster. Auch ein Stuckgesimse muß vorhanden gewesen sein, denn im Chor konnten Einritzungen im Putz beobachtet werden.
Die nächst untere Putzschicht muß mit der Erhöhung der Kirche aufgetragen worden sein. Sie wurde an den ältesten Putz der tieferen Kirche angeglichen ohne überputzt zu werden. Auf dieser ersten Schicht der erhöhten Kirche findet man im Chor und Schiff Schriften. Zum Restaurieren und Ergänzen kommen nur noch zwei Sprüche an der Südwand im Schiff in Frage. An der Chor-Ostwand, auf der gleichen Putzschicht, sind auf beiden Seiten gelbe Ornamente vorhanden. Weiter nach oben kommen neben gelben Spuren noch grau-blaue zum Vorschein. Das ganze Ornament ist aber kaum zu rekonstruieren.
Die tiefere Kirche hatte eine zweite Purzschicht, die nur noch in den zugemauerten Fensterleibungen zu finden ist. Auf dieser konnte in den östlichen Fensternischen eine Renaissance-Blumenrankenmalerei festgestellt

1275 ist Müllheim bereits als Kirchdorf nachgewiesen, was den Schluß zuläßt, daß eine erste Kirche damals schon stand, also älter sein muß. 1473 berichten die Quellen von einem Neubau der Kirche, der 1489 mit der Weihe dreier Altäre abgeschlossen wurde. Jene Zeit kannte weder den Netzplan noch den Leitspruch «Zeit ist Geld». Die Arbeitsstunde galt im umgekehrten Verhältnis zu heute ein Bruchteil der Materialkosten, so daß eine langdauernde Bauzeit nichts außergewöhnliches war. Nur durfte die Gottesdienstfolge am geweihten Altar nicht unterbrochen werden. Deshalb wurde nicht selten die größere neue Kirche um den Altbau herum erstellt und dieser erst abgerissen, wenn der Gottesdienst im Neubau möglich geworden war.

Gegen Ende des 15. Jahrhunderts wurde in unserer Gegend derart viel gebaut, daß noch heute viele Dorfkirchen von jenem Bauboom zeugen. «Das Kirchenbaufieber, das am Vorabend der Reformation auch das Bodenseegebiet ergriff und einen Großteil vor allem der ländlichen Kirchenbauten an Haupt und Gliedern erneuerte, ist immer noch ungenügend diagnostiziert. Gewiß hatte die Bevölkerung zugenommen, waren Bauern und Bürger politisch erstarkt. Gewiß regte sich hier ein Nachholbedarf: die Räume waren zu klein geworden, man wollte auch äußerlich dem Kirchturmstolz schmeicheln, dem frommen Sinn Genüge tun und begehrte ferner eine den anschwellenden Stiftungen gemäße Vermehrung der Altarplätze. Den neuen Anforderungen entsprachen die engen und dunklen romanischen und frühgotischen Bauten in vieler Hinsicht nicht mehr; die aufwendigen Flügel- und Schnitzaltäre mit ihren hochstrebenden Gesprengen konnte man nicht in die kleinen und gedrückten romanischen Altarhäuser zwängen, die Liturgie nicht entfalten.

Die Mittel zu Um- und Neubauten flossen aus Ablaß und Spenden meist reichlich. (Die Kirche Müllheim erhielt 1473 einen Kardinal-Ablaß von 100 Tagen für alle, die an ihren Bau und an deren Unterhalt etwas beitragen.) Und oft entschlossen sich Herrschaft und Untertanenvolk zu gemeinsamer Anstrengung, um die Enge zu beheben und Licht in die Düsternis überalterter Gebäude hineinzubringen. Vielfach beschränkte man sich darauf, das Schiff zu verlängern oder den Chor zu vergrößern, einige breitere Fenster auszubrechen und vielleicht noch ein einfaches Gewölbe einzubeziehen, das die Räume weiten half. Neben solche mehr oder weniger durchgreifende «Gotisierungen» und Teilunternehmungen treten jedoch auch neue Chöre oder neue Schiffe. Sofe:n alte Türme bestanden, nutzte man sie, wenn es sich machen ließ, ebenso aus wie alte Fundament- und Mauerteile, so daß verhältnismäßig nur wenige spätgotische Landkirchenbauten über völlig neuem Grundriß neu errichtet worden sind.

Doch gibt es kaum eine Dorfkirche oder ländliche Kapelle, in der oder an welcher sich zwischen 1480 und 1520 überhaupt nichts ereignet hätte.» (Aus A. Knoepfli, Kunstgeschichte des Bodenseeraumes, Bd.2, Sigmaringen 1969, S. 156/157).

werden. Alte Fensternischen konnten im Chor und Schiff gefunden werden. Beim Sakramentshäuschen an der Chor-Nordwand konnte weder eine Fassung noch Malerei darum festgestellt werden.

An der Chor-Südseite ist über der Turmtür eine zugemauerte Rundbogentür mit Sandsteingewände. Dieses Gewände hat ca. fünf graue Fassungen übereinander. Vermutlich hatten auch die Fensterkanten eine Graufassung. Bei einer Rekonstruktion müßte dies noch genauer untersucht werden.

Bei der Kirchenrenovation wäre es wünschenswert, daß der alte Putz erhalten werden könnte. Dieser ist hart und fest auf dem Untergrund, aber durch viele Fehlstellen unterbrochen und ganz übersät mit Pickelhieben. Bei einer Neuverputzung muß mit einem Kalkmörtel die alte Struktur nachgemacht werden. Können die Schriften im Schiff entziffert werden, so sollten diese restauriert und ergänzt werden. In der Turmsakristei können die grauen Einfassungen um Fenster und Mauerkanten und das Ornament mit der Jahreszahl 1814 freigelegt und restauriert werden.»

Daraus wird deutlich, daß sich in der Kirche der originale Putz (bis auf eine Höhe von ca. 4,60 m) erhalten hat. Es ist der Baukommission, dem Architekten und der Firma Kradolfer hoch anzurechnen, daß sie Mittel und Wege gefunden haben, diese spätgotische Urkunde vor dem Abschlagen zu retten und sie als Ausgangspunkt für die Wiederbelebung des Innenraumes zu nehmen. An diese ursprüngliche Haut wurde 1759 bei der Erhöhung der Kirche sowie beim Zumauern der alten und Ausbrechen der neuen Fenster der neue Putz angeschlossen und alles mit einer Kalkschlemme überzogen. Diese wurde zum datierten Träger der Inschriften, die alle Wandflächen zwischen den Fenstern zierten. Die Fenster selber waren gerahmt und mit Ornamenten geschmückt. Darüber wurden im 19. und im 20. Jahrhundert die genannten Kalk-, Gips- und Farbschichten gelegt, bis hin zur roten Chorbemalung von 1928, die den Altar und das Chorgestühl einfaßte.

Mit dem Ende der paritätischen Nutzung der Kirche war gleichzeitig der Grundstein zum Neubeginn gelegt. Moderne oder restaurative Gestaltung war die Frage bei der Planung. Wie sehr ein Bau die Marschrichtung seiner Kur selber festzulegen und dabei einen Weg zwischen den Extremen zu finden vermag, hat die Kirche Müllheim erneut gezeigt. Wenn dabei die Verantwortlichen gewillt sind, Entdecktes und Gesehenes in die Gedankengänge einzubeziehen und die noch vorhandene Originalsubstanz zu erhalten, so entstehen Werke, die die Vergangenheit mit der Gegenwart verknüpfen. Ein derartiger Handschlag der Generationen ist in Müllheim gelungen; möge er durch das Leben der Kirchgemeinde fruchtbar in die Zukunft wirken.

Die Glocken
Unser Geläut von fünf Glocken stammt von 1947. Jede Glocke hat einen Namen, eine Inschrift und ein Bild. Wenn sie läuten, rufen sie diese Botschaft weit ins Land hinein.

1. Glaube
Ton: H (tief)
Inschrift:
Bildwerk: Vor dem Kreuz ein aufgeschlagen Buch. Auf dessen Seiten die griechischen Buchstaben Alpha und Omega.

2. Hoffnung
Ton: Dis
Inschrift: Jesus Christus, gestern und heute und derselbe in alle Ewigkeit.
Bildwerk:

3. Liebe
Ton: Fis
Inschrift: Liebet ihr mich, so haltet meine Gebote.
Bildwerk: Lamm mit Kreuz.

4. Gerechtigkeit
Ton: Gis
Inschrift: Selig sind, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit.
Bildwerk: Unter einer Krone ein Kreuz;neben dessen Stamm auf beiden Seiten ein aufrechter Palmzweig.

5. Friede
Ton: Als (hoch)
Inschrift: Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden.
Bildwerk: Taube mit Ölzweig, nach unten fliegend.
Verantwortlich: Sabina Christen     Bereitgestellt: 23.12.2017     
aktualisiert mit kirchenweb.ch