Tour de Suisse

VL_002_r<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>evang-muellheim.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>151</div><div class='bid' style='display:none;'>2128</div><div class='usr' style='display:none;'>35</div>

Mit dem Velo dem Rhein entlang.
In einer kleinen Gruppe mit Teens fahren wir in drei Tagen von Disentis nach Müllheim. Mehr über unsere Tour erfährst du in den Etappenberichten.
Martina Ruff,
Etappenberichte von Rahel:

1. Etappe 6. April 2019 von Disentis-Felsberg

Am frühen Morgen verabschiedeten wir uns in Müllheim und machten uns im Bus mit Anhänger auf den langen Weg nach Disentis. Erst während der Fahrt wurde uns bewusst, welcher Aufgabe wir uns gestellt haben.
In Disentis am Bahnhof angekommen, konnten wir uns noch kurz mit einem Znüni stärken bevor wir losradelten. Die Sonne schien und die Temperatur war sehr angenehm zum fahren. Doch schon nach kurzer Zeit führte unser Weg auf der schattigen Seite des Rheins uns in den Schnee. In der Hoffnung, dass wir das Schneefeld nach der nächsten Kurve hinter uns lassen würden, begannen wir unsere Velos durch den Schnee zu stossen. Fahren war im sulzigen Schnee beinahe unmöglich. Vorallem weil unsere Veloräder immer wider wegen dem Sulz blockierten. Leider war der Marsch in Reih und Glied in verschneiter Landschaft länger als erwartet. Unsere Freude an der Sonne, den trockenen Strassen und die Vorfreude auf den wohlverdienten Dessert verdoppelte sich danach um ein Vielfaches.
Mit Kuchen im Bauch ging es weiter durch die wunderschöne Landschaft des Graubündens. Leider bedeutete die malerische Berglandschaft auch das Zurücklegen einiger Höhenmeter. Eine halbe Stunde den Hügel hinauf und hinten innerhalb von zwei bis drei Minuten wider unten. Das machte unseren Velo-Nachmittag sehr anstrengend.
Beim Zvieri starteten wir in unsere Kleingruppenzeit, die in den folgenden Tagen unter dem Thema "Gottes Plan für dich" steht. Gott hat uns als sein Ebenbild geschaffen, uns gesegnet und uns die Macht über seine Schöpfung gegeben.Was bedeutet das?
Mit Freudejauchzern erreichten wir am Abend unsere Unterkunft, wo Timon, unser Busfahrer, bereits mit dem Znacht auf uns wartete.
Geduscht und gekämmt sprachen wir beim Schoggi-Crème essen über den Begriff "Das Ebenbild Gottes" und was es für uns bedeuten könnte.
Wir sind bereits gespannt auf die uns bevorstehende Etappe und freuen uns auf weniger Höhenmeter!

2. Etappe Sonntag, 7. April 2019 Felsberg - Montlingen
Nach einer morgentlichen Stärkung schwangen wir uns aufs Velo und fuhren auf dem Rheindamm in Richtung Montlingen. Die Sonne weckte unsere Gemüter. Lachend und blödelnd vergassen wir sogar fast unsere bereits schmerzenden Hinterteile. Vor dem Mittag konnten wir die Ankunft an unserem vereinbarten Mittagsplatz kaum erwarten. Wir mussten uns jedoch noch ein bisschen gedulden, bis unser Fahrer den Platz auch gefunden hat. Ein Schläfchen auf der sonnigen Wiese war schliesslich auch eine gute Gelegenheit, Energie zu tanken.
Nach dem Mittag ging es weiter auf dem Damm. Der Gegenwind setzte uns jedoch schnell sehr zu. Schliesslich machten eine Pause am Ufer des Rheins und assen ein wenig früher Zvieri. Vor dem Losfahren besprachen wir in der Kleingruppe die Situation, in der Jesus die zwei wichtigsten Gesetze erläuterte; Liebe deinen Gott und liebe deinen Nächsten, wie dich selbst. Scheinbar hat das weniger mit dem Plan Gottes für unser Leben zu tun. Doch häufig sind es solche Gebote, die einen Plan auf teilweise unerwartete Weise zur Vollendung bringen.
Die letzte Stunde unserer heutigen Velotour wurde mit einem kurzen Abschnitt österreichischem Gegenwind und einem darauffolgenden, leichten, schweizer Regen begleitet. Schliesslich erreichten wir unsere Gaststätte in Montlingen. Wir waren begeistert von der kleinen Wohnung, die direkt in über dem Kuhstall eingebaut wurde. Durch unsere drei Fester im Wohnzimmer sahen wir direkt in den Kuhstall mit den kleinen Kälbern im Stroh. Hörnli, Gehacktes und frisches Apfelmus wurde für uns vorbereitet. Die Bauersleute, die das Geschirr anschliessend wieder holten, brachten uns noch einen kleinen Gast im Stoffbeutel mit. Ein junges Känguru hüpfte bald durch unsere Wohnung und wurde von uns geknuddelt.
Zum Abschluss sprachen wir darüber, dass Gott uns vollkommen liebt und er genau darum einen guten Plan für uns hat. Besonders im Umgang mit anderen soll uns bewusst sein, dass Gott sie genauso liebt.
Wir sind motiviert für unsere letzte Tagesetappe und freuen uns auf den gemeinsamen Abschlussdessert in Müllheim.

3. Etappe Montag, 8. April 2019 Montlingen - Müllheim

Heute fuhren wir mit unseren Velos in Richtung Bodensee. Doch anstatt nach Kreuzlingen zu fahren, wie es ursprünglich geplant gewesen wäre, radelten wir über Amriswil und Weinfelden. Auch das Wetter war heute anders als erwartet. Der Wetterbericht am Abend zuvor sagte Regen voraus. Am Morgen tröpfelte es ein wenig, doch im Verlaufe des Tages wurde das Wetter immer besser, bis wir schliesslich im Sonnenschein am Bodensee entlang und durch den Thurgau fahren konnten.
Die Strecke war sehr angenehm zum fahren. Der gelegentliche Gegenwind und vereinzelte, dickere Wolken liessen einen dankbar werden, für die guten Wetterverhältnisse, die sonst herrschten.
Schnell erreichten wir den Znüni-Platz am Alten Rhein und den frischen Proviant. Während der Kleingruppenzeit sprachen wir darüber, was es denn bedeutet, Gottes Planung in unserem Leben zuzulassen.
Auch die Strecke bis zum Mittagsplatz fiel uns leicht. Dort genossen unsere Jungs das biken auf dem Pumptrack, einem Veloparcours in Salmsach.
Auf den restlichen 30km holten uns jedoch die zwei-einhalb Tage Velofahren wieder ein; einige Stürze, verlorene Velolampen, lockere Sattel und nicht funktionierende Veloschaltung. Trozdem blieben wir tapfer und fuhren ab Mästetten nochmals alle gemeinsam in Reih und Glied bis nach Müllheim, wo uns unsere Eltern und Geschwister bereits klatschend und gratulierend erwarteten. Zum krönenden Abschluss unserer über-200-Kilometer-Velotour gab es ein grosses Kuchen und Snack-Buffet.
Den letzten Input über den Vers im Jesaja 6;8 hörten wir nun alle gemeinsam. Jesaja sagt in diesem Vers zu Gott: „Hier bin ich, sende mich“. Hier bin ich, ich als kleiner Mensch in meinem Leben, in meinem Umfeld und mit meinen Ecken und Kanten und wenn du, Gott, mich brauchen kannst, dann sende mich dorthin, wo du mich gebrauchen willst.
Dankesworte wurden gesprochen, Hände wurden geschüttelt und erschöpfte Kinder in wurden in die Arme der Eltern geschlossen. Wir sind alle sehr, sehr stolz aufeinander!

» Nationale Veloroute 2 Rhein-Route
Verantwortlich: Martina Ruff     Bereitgestellt: 04.04.2019     Besuche: 24 Monat 
aktualisiert mit kirchenweb.ch