Glaubenskurs Spur 8

Glaubenskurs 2018_Spur 8<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>evang-muellheim.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>2</div><div class='bid' style='display:none;'>1428</div><div class='usr' style='display:none;'>38</div>

Der Glaubenskurs im Frühling besuchten 26 Teilnehmer aus Müllheim und Wigoltingen
Das Interview wurde geführt von Evelyn Knupp

Patrizia Chessa, geboren 2000, wohnt in Illhart und wurde 2017 konfirmiert.
Markus Häberli, geboren 1955, wohnt in Ottoberg und ist Kirchenpfleger in Wigoltingen-Raperswilen.


1. Was waren die Beweggründe am Glaubenskurs Spur 8 Anfangs Jahr teilzunehmen?
Patrizia: Ich habe Abende besucht der Glaubenswoche im 2017, dort wurde jeweils auf den Glaubenskurs aufmerksam gemacht und zusammen mit meiner Mutter fanden wir, dass das eine tolle Sache wäre. Wir haben uns dann angemeldet. Doch dann überkamen mich Zweifel, ob das alles machbar ist, da ich in der Schule zu dieser Zeit einige Projekte offen hatte. Doch meine Mutter meinte; wir haben uns doch jetzt eingeschrieben, also dann ziehen wir das durch. So haben wir zusammen dann den ganzen Kurs besucht.
Markus: Auch ich habe an mehreren Abenden die Glaubenswoche besucht und diese hat mich im Glauben bewegt. Die Referate empfand ich als sehr zeitgemäss und weckten in mir das Interesse auch meinen Glauben zu vertiefen. Ich hatte lange hin und her studiert, weil ich wusste, dass ich nicht an allen Abenden dabei sein kann. Doch ich kam zum Entschluss mir die Zeit dafür zu nehmen und meinen Glauben genauer zu betrachten.

2. Wie lief ein Abend am Glaubenskurs ab?
Patrizia/Markus: Der Einstieg war ein Abendessen, wo man erste Kontaktgespräche mit den anderen Teilnehmern knüpfen und sich so etwas kennenlernen konnte.
Dann gab es ein auf das Thema vom Abend bezogener Input jeweils von den Pfarrern Lars Heynen oder Florian Homberger, somit wurde das Thema aus theologischer Sicht und im Blick auf die christliche Geschichte durchgearbeitet.
Anschliessend hat man sich in Kleingruppen aufgeteilt und themenbezogen über eigene Erfahrungen im Glaubensweg ausgetauscht.
Es entstanden so Diskussionen durch verschiedene Ansichten und es taten sich somit auch verschiedene Lösungswege auf, wie man etwas betrachten kann im Glauben.
Sich persönlich mitzuteilen war freiwillig man hätte auch einfach zuhören können.
Man erfuhr von den anderen oft ganz spannende Lebens- und Glaubensgeschichten und merkte, dass jeder seine Last im Leben zu tragen hat und wie der Glaube ganz praktisch im Lebensalltag eine Stütze und echte Hilfe sein kann.

3. Welcher Kursteil hat dich besonders beeindruckt?
Patrizia: Mich hat beeindruckt wie andere Leute irgendwann in ihrem Leben zum Glauben gekommen sind. Das Thema wo die Sünde genauer betrachtet wurde hat mich speziell angesprochen und auch die Lebensgeschichten die man von anderen Teilnehmern dazu gehört hat.
Markus: Für mich konnte nach dem Abend das Thema Sünde auch komplett neu beleuchtet werden. Sehr gute und neue Erkenntnisse habe ich bezüglich „Sünde“ erlangt!
Für mich war der Einstieg, der erste Abend, besonders eindrücklich. Wie jeder seine „Lebensgeschichte“ im Glauben hat und wie er sich stetig verändert im Leben, je nach Lebenssituationen. Der Lebenskreis schliesst sich und so auch im Glauben. Egal wo ich stehe, in jeder Situation kann ich auf den Glauben zugreifen. Ich bin beeindruckt, dass die Landeskirche mit ihrer Auslegung sehr aktuell ist.

4. Was hat sich verändert in dir im Blick auf den christlichen Glauben?
Patrizia: Vorher war die Beschäftigung mit dem Glauben von mir eher als „müssen“ empfunden worden. Ich wurde im Jahr zuvor konfirmiert und die Konfirmandenzeit wurde von mir verlangt von zu Hause aus und von der Kirche. So habe ich das empfunden. Doch im Kurs hat sich sehr viel verändert in Sicht auf den Glauben. Gott ist für mich viel facettenreicher geworden. Der Mensch kann sich, ganz egal wie er ist, egal mit welchen Problemen immer an Gott wenden, egal in welcher Lebenssituation.
Markus: Ich habe es als klare Vertiefung von meinem Glauben erlebt und wie man ihn besser im Alltag leben kann. Nach wie vor sind bei mir hinsichtlich der verschiedenen Religionen Zweifel vorhanden. Daran arbeite ich noch als Christ.

5. Was hat dir der Glaube vor dem Kurs bedeutet?
Patrizia: Er hat mir nicht sonderlich viel bedeutet. Wie schon gesagt eher als ein Müssen.
Doch der Kurs hat die Sicht ziemlich verändert. Ich weiss jetzt, dass ich mit all meinen Sorgen zu Gott kommen und zu ihm beten kann. Ich kann bei ihm abladen, was mich bedrückt. Er ist eine Hilfestellung im Alltag in jeder Situation.
Markus: Mein Glaube war von veralteter und verstaubter Art in mir. Jetzt bringt er mir viel mehr im Alltag. Es ist ein tägliches Erleben.

6. Habt ihr noch Kontakt zu anderen Teilnehmern vom Glaubenskurs?
Patrizia scherzt: Mit meiner Mutter, die auch den Kurs besucht hat eigentlich täglich ;-)
Markus: Ich habe in der Zeit danach auch zweimal die Gottesdienste in Müllheim besucht, da wurde ich dann angesprochen von anderen Teilnehmern. Aber sonst eher zufälligerweise.

7. Warum könnt ihr den Kurs weiterempfehlen oder gibt es Gründe die dagegensprechen?
Patrizia: Den Kurs kann man gut empfehlen. Jüngeren Menschen um bei Unsicherheiten im Glauben weiterzuhelfen um herauszufinden wo man steht und für ältere Menschen ist er super um den Glauben aufzufrischen
Markus: Er beinhaltet eine zeitgemässe Auslegung vom Glauben und kann ihn so anwenden und erleben.
Patrizia: Es gibt einem eine tiefgründige Sicht bzw. Einführung in den Glauben. Es müsste mehr in diese Richtung gearbeitet werden.
Markus: Nach der Predigt am Sonntag ist man jeweils wie alleine gelassen. Der Dialog ist toll im Glaubenskurs!
Patrizia: Das Konfirmandenjahr müsste auch so aufgebaut werden. So wie ich es erlebt habe war es eher monoton, man sitzt da und hört zu – der Glaubenskurs war lebendig!

Verantwortlich: Sabina Christen     Bereitgestellt: 13.07.2018     Besuche: 25 Monat 
aktualisiert mit kirchenweb.ch